Abendschule oder Fernschule?

 
Sowohl Abendschulen, als auch Fernschulen bietet ein vielfältiges Angebot an Weiterbildungslehrgängen. Berufstätige, die sich beruflich weiterbilden möchten, stehen häufig vor der Entscheidung: Abendschule oder Fernschule? Beide Formen der Weiterbildung bieten ihre Vor- und Nachteile. Doch welche Weiterbildungsform ist für Berufstätige besser geeignet?

Face to Face an der Abendschule

 
Die Abendschule zählt zu den Teilzeitschulen. Weiterbildungslehrgänge an Abendschulen werden sowohl von privaten, als auch von staatlichen Institutionen angeboten. Abendschulen geben auf diese Weise speziell berufstätigen Erwachsenen die Möglichkeit, sich parallel zum regulären Vollzeitjob weiterzuqualifizieren. Der Unterricht an der Abendschule findet in der Regel abends und am Wochenende statt. Das Weiterbildungsangebot an Abendschulen umfasst neben Schulabschlüssen und dem Abitur auch Fortbildungen zu öffentlich-rechtlichen Abschlüssen, wie dem staatlich geprüften Techniker oder die Vorbereitung auf Meisterprüfungen. Je nach angestrebtem Abschluss beträgt die Dauer der Kurse an einer Abendschule zwei bis vier Jahre. Das Lernen an der Abendschule bedeutet Lernen in Gesellschaft. Die Lehr- und Lerninhalte werden von einer realen Person vermittelt, Fragen können direkt gestellt werden. Zudem kann man sich an der Abendschule regelmäßig mit anderen Berufstätigen, die dasselbe Bildungsziel verfolgen, austauschen. Auf der anderen Seite geht der Abendschüler mit dem Besuch einer Abendschule Verpflichtungen ein. Er muss z.B. für die regelmäßige Teilnahme am Abendschulunterricht pünktlich zu den vorgegebenen Terminen erscheinen. Dies kann u.U. lange Anfahrtszeiten und Anfahrtswege, sowie hohe Anfahrtskosten bedeuten. Der Besuch einer Abendschule schließt ebenso die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes, das Vorbereiten und Abhalten von Referaten, sowie das Lernen und die Teilnahme an Klausuren und Prüfungen ein. Wer beim Lernen nicht auf die Motivation einer Gruppe und einer präsenten und realen Lernumgebung verzichten möchte, der ist an einer Abendschule gut aufgehoben. Die festen Unterrichtszeiten erfordern jedoch eine gute Planung und Organisation, wenn Beruf und Alltag nicht zu kurz kommen sollen.

Fernschule: Lernen aus der Ferne

 
Eine gute Alternative für Weiterbildungsinteressierte, die sich in Teilzeit weiterbilden möchten, ist eine Fernschule. Eine Fernschule bietet den Vorteil, sich unabhängig von festen Unterrichtszeiten und langen Fahrten zur Abendschule auf weiterführende Abschlüsse vorbereiten zu können. Eine Abendschule ist zwar auch für Berufstätige realisierbar, dennoch bietet eine Fernschule im Vergleich mehr zeitliche und auch örtliche Flexibilität. Das Lernen erfolgt bequem von zuhause aus, lange Anfahrtswege und fixe Unterrichtszeiten bleiben an der Fernschule aus. Der Fernschüler kann sein Lerntempo ideal an private und berufliche Umstände anpassen. Das Lernen erfolgt wann und wo man möchte. Im Sommer kann man beispielsweise im Freibad oder im Garten lernen, statt sich auf den Weg zur Abendschule zu machen. Kein Wunder daher, dass das Lernen an einer Fernschule bei berufstätigen Erwachsenen zu den beliebtesten Weiterbildungsformen zählt!